Psychosyntheseinstitut

6-Tages-Schatten-Seminar: Do., den 20. - 25. Februar 2020 (Karneval)

„Den eigenen inneren Krimi erlösen-

Sehnsucht nach Gerechtigkeit & innerem Frieden“

„Wer sich selber hasst, den haben wir zu fürchten, denn wir werden die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein.
Sehen wir also zu, wie wir ihn zur Liebe zu sich selbst verführen!“
(Friedrich Nietzsche)

Aus tiefenpsychologischer Sicht dient der Krimi als Genre der Kanalisierung kollektiver Schattenenergien. Alles was wir uns im realen Leben nicht erlauben können – höchstens in der Phantasie -, darf im Krimi sein. Der Krimi bietet dem Betrachter eine Projektionsfläche, in dem seine „heimatlosen Komplexe“ (Birgit Haus) ein Flussbett finden und sich entladen können. Dazu zählen Lügen, Betrug, Eifersuchtsszenarien, Rachegefühle, Hass, Gewaltphantasien bis hin zu Mord und Totschlag, uvm.
Das Erwecken negativer Gefühle in Literatur, Theater und Film steht schon seit Aristoteles´ Theorie der Tragödie im Dienste der Katharsis, der Reinigung der Gefühle. Die klassische Tragödie könnte man daher auch als die Psychotherapie der Antike bezeichnen. War es doch angestrebtes Ziel, dass der Betrachter des Dramas in 24 Stunden alle seine möglichen Gefühle durchlebte und geläutert wieder nach Hause gehen konnte. Gleiches gilt in Variation heute immer noch.
Nach dem Motto „bad ist stronger than good“ binden negative Gefühle stärker die Aufmerksamkeit als positive. So wie glückliche Ehen wenig Raum in der Literatur bekommen, widmen auch Märchen dem Happy End den geringsten Aufmerksamkeitsfokus.
Moderne Forschungen der Emotionspsychologie und Neurowissenschaft weisen Mess-Faktoren zur Physiologie des Bewegtseins durch Filme nach (Prof. Dr. W. Menninghaus, Frkft.). Dazu zählen Hautwiderstand, Herzrate, Tränenknopf, Stirnrunzeln, lächelnde Mundwinkel, Atmungsfrequenz und Gänsehaut. Wenn am Ende eines Krimis negative Gefühle in positive verwandelt werden können, wird dies als besonders tiefe Bewegtheit erlebt und unser archaisches Lustsystem geweckt. Der Betrachter ist befriedigt, dass in der Mehrzahl der Fälle die Täter bestraft und die Opfer (sofern noch lebend) entlastet werden.
Das Seminar bietet einen Schutzraum, in dem jeder Kursteilnehmer für sich selbst, seine eigenen dunklen Schattenseiten – seinen eigenen inneren „Krimi“ - erforschen und inszenieren kann. Ziel ist es, das tiefere Bedürfnis hinter diesen dunklen Mächten zu entdecken, zu erfahren und an das Bewusstsein anzuschließen.
Auf diese Weise kann die Persönlichkeit zu einer größeren Kohärenz heranwachsen, die den Selbstwert, die Selbstliebe und das Identitätsgefühl stärkt.

Themen

  • Vom Täter mit seinen Komplizen in mir zur Befreiung meiner fehlgeleiteten Kraft und meines Mutes
  • Das „Opfer“ in mir – wer müsste in mir sterben?
  • Von der Hilflosigkeit und Ohnmacht zur Sensibilität und Demut
  • Von detektivischer Kontrolle im Außen hin zur Suche nach meiner Bestimmung
  • Die „Strafe“ als Kurskorrektur: Das Ich lernt seine „Komplexe“ (autonomen Energiekreisläufe) zu steuern
  • Im „Motiv der Tat“ die eigene Motivation zum Leben entdecken
  • Rachegedanken – unter wem fühle ich mich unterlegen?
  • Hass – Wer hat mich alles nicht geliebt?
  • Eifersucht – Wer in meinem Leben hat mich alles ausgegrenzt
  • Betrug – Wer hat mich um die Liebe betrogen oder mich ungerecht behandelt?
  • Die Auflösung: alle Bedürfnisse finden ihren Platz in mir

 

Seminarbeginn u.U. mit einem Impuls-Vortrag von der Krimi-Autorin Gisa Klönne:

"Der Krimi in mir - warum ist die Kriminalliteratur so erfolgreich"

20. Februar 2020 um 20 Uhr

Parkhotel Nümbrecht in Nümbrecht


Zur Einstimmung auf den Schatten zuhause:

Seminardaten:

Kursleitung:

Birgit Haus

Kursgebühr:

480,– Euro

Termin:

20. - 25. Februar 2020 (Fr.-Mo.: jeweils 10.00 – 13.00 und 16.00 – 19.00 Uhr) 

Kursbeginn:

Do., den 20.02.2020 um 20 Uhr (u.U. mit einem Impuls-Vortrag von Krimi-Autorin Gisa Klönne)

Kursende:

Di., den 25.02.2020 um 14 Uhr (Mittagessen)

Kursort:

Parkhotel Nümbrecht - Bergisches Land (Nümbrecht)


Infos zum Seminarhotel / Übernachtungsmöglichkeiten

Anmeldung:

telefonisch 0221 / 913 08 09 oder hier online

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