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Manchmal reagieren wir im Alltag stärker, als die Situation es erfordert. Eine kleine Kritik im Büro, ein vergessener Rückruf, ein bestimmter Tonfall – und plötzlich steigt etwas Altes in uns auf. In solchen Momenten meldet sich oft das Innere Kind, ein Anteil in uns, der frühe Erfahrungen, Gefühle und ungestillte Bedürfnisse in sich trägt. Diesen Anteil zu heilen bedeutet nicht, die Vergangenheit auszulöschen, sondern die Beziehung zu ihr zu transformieren: in Sensibilität, Empathie, echte Beziehungsfähigkeit, Vertrauen, Autonomie, Lebendigkeit und Selbstbestimmung.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das Innere Kind ist ein Anteil in jedem von uns, der unsere frühkindlichen Erfahrungen, Gefühle und Bedürfnisse in Verbindung mit unseren Potentialen verkörpert. Es beeinflusst unsere Resilienz: wie wir heute auf Stress, Beziehungen und Herausforderungen reagieren.
  • Innere Kindarbeit adressiert die Wurzel wiederkehrender schwieriger Muster wie Selbstzweifel, Ängste oder Beziehungsprobleme – nicht nur deren Symptome. Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug” lassen sich so an ihrem Ursprung heilen. – Allerdings finden wir über das Bild des Inneren Kindes auch den Zugang zu den Wurzeln unserer tieferen Identität.
  • Das Institut für Psychosynthese, ursprünglich von Harald Reinhardt und Birgit Haus 1992 gegründet, verbindet seit über 30 Jahren therapeutische Psychosynthese mit Innerer-Kind-Arbeit und bietet begleitete Räume für nachhaltige Heilung.
  • Erste Schritte kannst du selbstständig gehen – vertiefende Formate wie Interviews auf YouTube, 7-tägige Intensivseminare, Wochenendseminare oder Online-Angebote unterstützen dich dabei, den Prozess sicher und nachhaltig zu gestalten.

Einführung: Was bedeutet “das Innere Kind heilen” konkret?

Stell dir vor: Es ist 2026, du sitzt im Homeoffice, und eine harmlose E-Mail mit einer kleinen Korrektur vom Chef löst plötzlich Panik aus. Tränen steigen auf, obwohl rational alles in Ordnung ist. In diesem Moment reagiert nicht der erwachsene Mensch in dir – hier meldet sich dein verletztes Inneres Kind, das die alte Ohnmacht aus Schulzeiten oder familiären Situationen wiederholt.

Das Innere Kind ist kein esoterisches Konstrukt, sondern der lebendige Träger früher Erlebniswelten. Es umfasst die Gefühle, Bedürfnisse und Erfahrungen der Kindheit, die als emotionale Skripte im Unterbewussten weiterwirken. Dabei unterscheidet sich das gesunde, lebendige Innere Kind – die Quelle von Neugier, Spielfreude und Kreativität – von der verletzten Variante, die Ängste, Scham oder Wut triggert.

„Das Innere Kind heilen“ bedeutet, diese inneren Anteile bewusst wahrzunehmen, ihre Geschichten ohne Urteil anzuhören und eine liebevolle Beziehung zu ihnen aufzubauen. Es geht nicht darum, die Vergangenheit auszulöschen, sondern sie als eine zentrale Quelle der Vitalität zu erkennen und in Erdung & Selbstliebe zu transformieren.

In der Psychosynthese verstehen wir das Innere Kind als einen wichtigen Persönlichkeitsanteil, aus dem in Wechselwirkung mit den verinnerlichten Eltern der Kindheit die sogenannten Teilpersönlichkeiten entstehen.

Heilung geschieht, wenn das bewusste Ich – unser beobachtendes Bewusstsein – lernt, sowohl mit dem Inneren Kind als auch mit dem Höheren Selbst in Beziehung zu treten.

Aus dieser ICH-KIND-SELBST-Achse entstehen Selbstliebe, innere Ganzheit und die Fähigkeit, das eigene Leben schöpferisch zu gestalten.

Psychologischer Hintergrund: Woher kommt das Konzept des Inneren Kindes?

Das Konzept des Inneren Kindes stammt ursprünglich aus der humanistischen und transpersonalen Psychologie und ist ein fester Bestandteil moderner Psychotherapie. Popularisiert wurde es in den 1980er und 1990er Jahren durch John Bradshaw mit seinem Buch „Das Kind in uns – Wie finde ich zu mir selbst” sowie durch Erika Chopich und Margaret Paul mit „Aussöhnung mit dem Inneren Kind”.

In der therapeutischen Psychosynthese, entwickelt von Roberto Assagioli und in Deutschland durch Birgit Haus und Harald Reinhardt adaptiert, wird das innere Kind als dynamische Facette innerhalb eines inneren Systems verstanden. Es ist ein Bündel von vielfältigen Gefühlen, elementaren bedürftigen und kreativen Bedürfnissen, die mit dem bewussten Ich und dem transpersonalen Selbst in Dialog treten können.

Ähnliche Ideen finden sich heute auch in modernen Ansätzen wie der Ego-State-Therapie und dem Internal Family Systems (IFS). Innere Kind Arbeit ist also kein kurzlebiger Trend, sondern klinisch anschlussfähig. Studien zur IFS-Therapie zeigen, dass 75 % der Klienten nach 12 Sitzungen signifikante Reduktionen von Angstsymptomen erleben.

„Das innere Kind ist keine Fantasie, sondern eine Erfahrungswirklichkeit in uns, die Dis-integration heilt und Ganzheit schafft.” – Roberto Assagioli

Wie Verletzungen des Inneren Kindes entstehen – typische Prägungen

Verletzungen des inneren Kindes entstehen selten durch ein einzelnes Trauma. Viel häufiger sind es wiederholte Erfahrungen in Familie, Kindergarten und Schule, die uns als Kind prägen. Wunden oder Traumata in der Kindheit entstehen oft durch sich wiederholendes unangemessenes Verhalten von den engsten Bezugspersonen, was zu tiefen emotionalen Verletzungen führen kann, die ein Leben lang nachwirken.

Typische Prägungen aus der Kindheit umfassen z.B.:

  • Leistungsdruck: Lob gab es nur für gute Noten
  • Emotionale Abwesenheit: Eltern waren durch Arbeit oder eigene Krisen überlastet und/oder seelisch nicht präsent
  • Unterdrückte Gefühle: „Kinder sollen nicht weinen, sondern funktionieren”
  • Geschlechterrollen: Mädchen sollen brav sein, Jungen dürfen nicht weinen
  • etc.

Aus solchen Erfahrungen kristallisieren sich Glaubenssätze. Hier einige Beispiele:

Erfahrung Glaubenssatz
Bestraft für Lebhaftigkeit „Ich bin zu viel“ oder „Du darfst dich nicht so freuen.“
Nur bei Leistung beachtet „Ich bin nur wertvoll oder liebenswert, wenn ich funktioniere.“
Für Weinen verurteilt „Ich muss meine Gefühle unter Kontrolle halten.“ „Gefühle sind gefährlich.“

Negative Glaubenssätze, die in der Kindheit entstehen, können die Selbstwahrnehmung verzerren und das gesamte Handeln eines Erwachsenen in destruktiver Weise beeinträchtigen. Interessanterweise zeigen Untersuchungen, dass etwa 99 % der psychischen Probleme ihre Wurzel in der Kindheit haben, unabhängig davon, ob es sich um schwerwiegende Verletzungen oder kleine, vergessene Erfahrungen handelt.

Auch transgenerationale Themen spielen eine Rolle: Kriegserfahrungen der Großeltern, Flucht und familiäre Geheimnisse beeinflussen das Innere Kind über Generationen hinweg. Für diese Arbeit biete ich das Seminar „Frieden mit deinem Familienerbe – Transgenerationales Trauma heilen mit Innerer Kindarbeit” an.

Typische Anzeichen, dass dein Inneres Kind Heilung braucht

Das verletzte Innere Kind zeigt sich nicht in Einzelsituationen, sondern in wiederkehrenden Emotionen und selbstverhindernden Beziehungsmustern.

Eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2025 fand, dass bei 55 % der 30- bis 50-jährigen Menschen wiederkehrende Selbstwertkrisen mit Kindheitsmustern korrelieren.

Häufige Anzeichen:

  • Übertriebene Scham oder Panik nach Kritik – das Innere Kind reagiert auf alte Demütigungen
  • Ständiges „Allen gefallen wollen” – Schwierigkeiten, “Nein” zu sagen, aus Angst vor Ablehnung und Zugehörigkeitsverlust
  • Unerklärliche Leere nach Erfolgen – das Leistungs-Kind erhielt nie echte Anerkennung
  • Drama und Rückzug in Partnerschaften – Verlassensangst triggert alte Bindungsmuster
  • Übermäßige Angst vor Nähe oder Verlassenwerden – ambivalente Bindungserfahrungen
  • Chronische Selbstkritik – verinnerlichte Autoritäten stellen dein Inneres Kind immer noch in Frage
  • Körperliche Symptome – Verspannungen durch unterdrückte Kindheitswut und zurückgehaltene Trauer.

Ein verletztes Inneres Kind kann sich durch starke Emotionen und schwierige Verhaltensmuster äußern, die das tägliche Leben und Beziehungen beeinträchtigen. Hinter jedem dieser Anzeichen stehen Kernbedürfnisse wie: Sicherheit, Gesehenwerden und Liebe.

Wichtiger Hinweis: Bei sehr intensiven Symptomen wie Selbstverletzung, Suizidgedanken oder schwerer Depression ist professionelle Psychotherapie unbedingt notwendig.

Im Institut für Psychosynthese können diese Symptome – parallel zu professioneller Psychotherapie – in Seminaren erschlossen & überwachsen werden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Befreiung von fremden Einflüssen im eigenen Inneren.

Inneres Kind heilen in der Psychosynthese: 5 Schritte der inneren Begleitung

Um das Innere Kind zu heilen, können verschiedene methodische Schritte und Übungen angewendet werden. Was hier folgt, ist keine magische Formel, sondern eine Orientierung aus über 30 Jahren Praxis im Institut für Psychosynthese.

Die fünf Schritte im Überblick:

  1. Das Innere Kind erkennen und Kontakt mit ihm aufnehmen
  2. Akzeptieren, was das Kind erlebt hat
  3. Inneres Kind befreien von fremden Einflüssen
  4. Heilende Beziehung zum Inneren Kind aufbauen
  5. Verantwortung übernehmen und neue Erfahrungen verankern

Diese Schritte kannst du allein ausprobieren. Dennoch: Innere Kind Arbeit wirkt – zum Einstieg – in einer sicheren, liebevollen Beziehung – etwa in einem therapeutischen Setting oder einer Seminargruppe – tiefer und schonender.

Schritt 1: Das Innere Kind erkennen und Kontakt mit ihm aufnehmen

Viele Menschen haben oft zunächst kein Bewusstsein über das Wirken ihres Inneren Kindes. Sie sind eher rational unterwegs – das ist normal und Teil eines alten Schutzsystems. Visualisierung kann helfen, mit dem Inneren Kind in Kontakt zu treten, seine tieferen Bedürfnisse zu erkennen und es zu umsorgen.

Einfache Visualisierung:

  1. Setze dich an einen ruhigen Ort
  2. Lasse Erinnerungsbilder deiner KinStell dir dich selbst als Kind zwischen 0 und 10 Jahren vor
  3. Sieh das Kind an einem konkreten Ort
  4. Beobachte:
    1. Wie sieht es aus?
    2. Wie fühlt es sich?
    3. Wie bewegt es sich?

Alle spontanen Bilder sind erlaubt, auch wenn sie vielleicht „komisch” wirken. Es geht nicht um biografische Exaktheit, sondern um die aktuelle innere Erfahrung. Auch eine Foto-Übung hilft, emotionale Verbindungen zu früheren Erfahrungen herzustellen – betrachte alte Kinderfotos und spüre, was sie in dir auslösen.

Halte deine Eindrücke kurz schriftlich fest: Aussehen, Stimmung, Sätze, die das Kind sagen könnte.

Für einen geführten Einstieg biete ich regelmäßig ein Tagesseminar an, den Schnuppertag: Begegne deinem inneren Kind an.

Schritt 2: Akzeptieren, was das Innere Kind erlebt hat und Verantwortung übernehmen

Die Verletzungen des „Inneren Kindes“ als Ursache vieler Probleme zu erkennen und zu akzeptieren, schafft ein neues Verständnis vieler Beziehungsschwierigkeiten und der Selbst-Beziehung.

Damit das “Innere Kind” heilen kann, braucht dir die Akzeptanz seines Leidens, statt Kritik oder Verurteilung. Ferner braucht es von dir das “Opfer deiner Suche nach später Elternliebe”. Das bedeutet nicht mehr Eltern, Partner:innen oder „das System” tragen die Verantwortung für die eigene bzw. seine Befindlichkeit, sondern wir selbst können zur liebevollen Führungsinstanz des Inneren Kindes werden.

Verantwortung übernehmen bedeutet nicht Schuld. Es bedeutet die Bereitschaft zu haben, heute die Verantwortung für die Befindlichkeit des Inneren Kindes endlich selbst zu übernehmen. Die Stärkung des gesunden Erwachsenen-Ichs trägt dabei zur emotionalen Balance bei.

Mini-Übung:

Schreibe einen kurzen authentischen Brief an dein Inneres Kind, in dem du versuchst, eine echte Beziehung zu ihm aufzubauen, in dem du seine Verletzungen einmal würdigst.

In der Psychosynthese sprechen wir vom erwachsenen Ich-Bewusstsein als liebevoller Führungsinstanz, die das Innere Kind wahrnimmt und weder übergeht noch von ihm beherrscht wird, sondern auf seine Bedürfnisse eingeht.

Schritt 3: Die Ursachen der Verletzungen erforschen

Innere Kind Arbeit besteht nicht nur aus liebevollen Bildern. Sie beinhaltet auch, sich den alten Geschichten, Kränkungen und Alleinsein-Momenten zuzuwenden. Um mit deinem inneren Kind in Kontakt zu treten, ist es wichtig, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen und auch negative belastende Erfahrungen zu akzeptieren, um einen Heilungsprozess zu ermöglichen.

Hilfreiche Fragen:

  • Wann fühlte ich mich als Kind besonders allein, beschämt, überfordert?
  • Welche Sätze hörte ich immer wieder?
  • Was geschah bei der Einschulung, beim Umzug, bei der Trennung der Eltern oder in anderen Schlüsselmomenten und Phasenübergängen deines Lebens?

Die Auseinandersetzung mit verhindernden Kindheitsprägungen ist entscheidend, um die Wurzeln von wiederkehrenden negativen Emotionen und Verhaltensmustern zu erkennen und zu transformieren. Viele unserer heutigen Reaktionen, Ängste, Beziehungsmuster oder Selbstzweifel haben ihre Wurzel in der Kindheit.

Bei transgenerationalem Trauma lohnt es sich, auch das Familienerbe anzuschauen: Krieg, Flucht, Verluste der Vorfahren. Das Seminar „Frieden mit deinem Familienerbe – transgenerationales Trauma heilen mit innerer Kind Arbeit” bietet hierfür einen geschützten Rahmen.

Schritt 4: Heilende Beziehung aufbauen – das Innere Kind trösten und stärken

Heilung geschieht vor allem durch eine neue, verlässliche innere Beziehung – nicht durch bloßes Analysieren. Eine effektive Methode, um mit deinem Inneren Kind in Kontakt zu treten, ist der innere Dialog oder das Schreiben von Briefen, in denen du deine Assoziationen und Gefühle ausdrückst und deinem Inneren Kind die Zuwendung gibst, die es benötigt.

Praktische Anleitung:

  • Mache Kontakt mit deinem Inneren Kind
  • Stelle ihm Fragen
  • oder lausche ihm, was es dir zu erzählen hat
  • entdecke seine Bedürfnisse
  • Lass auch Gefühle wie Wut, Trauer, Scham zu – ohne sie zu bewerten

Das Stärken des Inneren Kindes, das für deine uneingeschränkte Lebendigkeit und Kreativität steht, ist entscheidend, um alte Wunden zu heilen und ein erfülltes Leben zu führen. In der psychosynthetischen Begleitung achten wir auf Empathie, Achtung vor der inneren Autonomie des Kindes und arbeiten ohne inneren Druck.

Für eine vertiefende und nachhaltige Arbeit empfehle ich unbedingt das 7-tägige Seminar „Das innere Kind und die Heilung der Liebe”.

Schritt 5: Neue Erfahrungen im Alltag verankern – innere Kind Arbeit lebendig machen

Das Innere Kind zu heilen bedeutet auch, im Alltag anders zu handeln: Grenzen setzen, Pausen machen, Raum schaffen für Spiel und Kreativität. Die Arbeit mit dem Inneren Kind kann helfen, emotionale Blockaden zu lösen und ein freieres, authentischeres und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Kleine Rituale für den Alltag:

  • Täglicher 5-min Check-in: „Wie geht es meinem Inneren Kind heute?”
  • Kleine Freuden: Barfuß im Gras laufen, malen, Musik hören
  • Bewusste Selbstfürsorge und Grenzen

Die Transformation negativer Glaubenssätze erfordert ein waches Bewusstsein, kontinuierliche Selbstwahrnehmung und Reflexion, um ein neues, konstruktives in “Beziehung gehen” zu etablieren.
Das Innere Kind glaubt erst an die neue Realität, wenn es sie wiederholt erlebt.

Meine Seminare unterstützen dich dabei, diese neue innere Haltung dauerhaft zu kultivieren.

Innere Kindarbeit im Alltag integrieren: Praktische Übungen

Vielleicht fragst du dich: „Wie mache ich das konkret zwischen Job, Familie und Alltag?” Hier sind einige Mikro-Übungen für zwischendurch:

Übung Dauer Wann anwenden
Innehalten, den Körper spüren und Gefühle benennen 2 Min. In Stressmomenten
Tagebuch schreiben: „Wer saß heute am Steuer?“ 5 Min. Abends
Briefwechsel mit dem Inneren Kind 10 Min. Wöchentlich
Schutzritual-Satz vor schwierigen Gesprächen: „Ich bin jetzt die Erwachsene oder der Erwachsene und passe gut auf dich auf.“ 1 Min. Vor Meetings

Keine Übung muss perfekt ausgeführt werden. Wichtiger ist eine liebevolle, nicht perfektionistische Haltung. Tausche dich bei Bedarf mit einer vertrauten Person aus – in einer Freundschaft, Partnerschaft oder Selbsterfahrungsgruppe –, um nicht allein mit intensiven Gefühlen zu bleiben. Auch unsere Seminare bieten Raum für intensiven Austausch.

Herausforderungen und Stolpersteine auf dem Weg, dein Inneres Kind zu heilen

Das Innere Kind zu heilen verläuft selten linear. Es gibt Zeiten der Nähe, dann wieder Abwehr, Müdigkeit oder Zweifel. Die Heilung des Inneren Kindes ist ein Prozess, der Geduld und Verständnis erfordert, da alte Erinnerungen und Verletzungen oft schmerzhaft sind.

Gruppen sind in diesem Heilungsprozess sehr hilfreich, weil andere Menschen unser Erleben der schmerzlichen Erfahrungen in der Regel auf natürliche Weise bestätigen. So bekommen wir eine neue Beziehung dazu und entdecken, dass wir mit unserem Schmerz nicht alleine sind.

Die Hinwendung zu den frühen Ursachen ALLEINE kann Stolpersteine mit sich bringen. Daher empfehle ich die Teilnahme an unseren Seminaren, die einen sicheren Rahmen bieten:

  • Angst vor Überflutung: Zu schnell, zu tief in belastende Erinnerungen einzutauchen, kann überwältigend sein. Hier hilft behutsame Dosierung und Ressourcenarbeit mit den inneren Helferfiguren.
  • Misstrauen gegenüber inneren Bildern und Erinnerungen: „Ich bilde mir das doch nur ein.” Dieser Gedanke ist ein Schutzmechanismus – er darf da sein, ohne dass du ihm folgen musst.
  • Ungeduld: „Ich mache das schon seit Wochen, aber alles bleibt gleich.” Tiefere Muster brauchen Geduld und liebevolle Begleitung, vielleicht sogar Therapie. Ein Plateau nach einigen Wochen ist normal.
  • Rückfall in alte Rollen: Die Perfektionistin, der Retter, der Angepasste – sie melden sich zurück. Das Bündnis zwischen Erwachsenem und Innerem Kind muss immer wieder gestärkt werden.

Wenn Überlastung eintritt oder die Arbeit sich zu schwer anfühlt, ist professionelle Unterstützung hilfreich. Dies reduziert das Risiko einer Retraumatisierung erheblich.

Wie das Institut für Psychosynthese dich in der Inneren-Kind-Arbeit unterstützen kann

Das Institut für Psychosynthese ist seit über drei Jahrzehnten in Deutschland aktiv. Der Schwerpunkt liegt auf therapeutischer Psychosynthese, Teilpersönlichkeitsarbeit, Traumaheilung, spiritueller Entwicklung und Sinnfindung.

Innere Kindarbeit ist dabei zentral eingebettet: Sie verbindet Persönlichkeitsentwicklung, Selbstliebe, heilende Beziehung und transpersonale Aspekte zu einem ganzheitlichen Weg.

Hier einige Angebote für Menschen, die ihr Inneres Kind heilen wollen:

Die Arbeit mit dem Inneren Kind kann emotionale Stabilität, gesteigertes Selbstwertgefühl, Selbstliebe, gesündere Beziehungen und mehr Lebensfreude fördern. Die Angebote richten sich sowohl an Menschen in persönlichen Krisen als auch an Begleiter, Coaches und Therapeut:innen.

Wenn dieses Thema dich anspricht, schau dir meine aktuellen Termine an und wähle bei Resonanz ein Einführungsseminar.

FAQ: Häufige Fragen zur Heilung des inneren Kindes

Hier werden einige der häufigsten Fragen beantwortet, die im Artikel noch nicht ausführlich behandelt wurden.

Es gibt keinen festen Zeitplan. Innere Prozesse verlaufen individuell, abhängig von deiner Biografie, aktuellen Lebenssituation und deiner Bereitschaft zur Veränderung. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass unsere 7-tägigen Seminare die schnellste, größte und nachhaltigste Wirksamkeit haben. Es wird dir bewusst, auf welche Weise dich deine Kindheit geprägt hat und wie du dich von den destruktiven Facetten befreien kannst.

Im Alltag gilt es, dran zu bleiben mit den im Seminar freigelegten Ressourcen. Ein Schnuppertag kann Dich mit Deinem Inneren Kind in Kontakt bringen.

7 Tage können es befreien, aus den Fängen der Vergangenheit.

Wenn Menschen ohne Halt zu schnell ALLEIN in belastende Erinnerungen eintauchen, kann es sich überwältigend anfühlen. Eine behutsame Dosierung, Pausen und Ressourcenarbeit helfen, Überflutung zu vermeiden. Das erwachsene Ich kann sich aus Identifikationen mit den kindlichen Nöten auch wieder dis-identifizieren. Zusätzlich können innere Helferfiguren den Prozess stabilisieren. Erfahrene Begleiter der Therapeutischen Psychosynthese achten genau auf die innere Stabilität und gehen Schritt für Schritt vor.

In der Teilpersönlichkeitsen-Arbeit werden verschiedene Anteile unterschieden. Das Innere Kind steht für kindliche Gefühle und Bedürfnisse – es trägt die ursprünglichen Erlebnisse. Der innere Kritiker hingegen repräsentiert oft verinnerlichte Elternstimmen während der Perfektionist sich gerne den Erwartungen fügt und sein Bestes gibt, um geliebt zu werden. Diese Anpassungsstrategien entstehen rund um das verletzte Innere Kind. In der Psychosynthese geht es darum, unterscheiden zu lernen, was das Innere Kind ist und wie sich die Spuren der verinnerlichten Eltern bemerkbar machen

Ziel der Arbeit ist es, die Wunden des Inneren Kindes zu heilen, um die Ressourcen, die es auch in sich trägt, ins Leben zu holen.

Viele Menschen entdecken durch die Heilung ihres Inneren Kindes einen tieferen Sinn und eine Verbindung zu etwas Größerem – innerer Frieden, Mitgefühl, Glück. Die Psychosynthese bezieht spirituelle Entwicklung ausdrücklich ein, jedoch ohne dogmatische Vorgaben. Jeder findet seinen eigenen Weg. Heilung des Inneren Kindes führt zu mehr emotionaler Freiheit, stabileren Beziehungen und einem gesteigerten Selbstwertgefühl wie auch Selbstliebe – und öffnet zugleich den Zugang zu mehr Lebendigkeit, Kreativität und einem größeren inneren Raum.

Bei Interesse oder Fragen
rufen Sie mich gerne an:

Tel. 0221 / 84 49 22

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